Wie wir zueinander gefunden haben

Cooky liegt im Waschbecken

Hallo,
ich bin Cooky, derjenige der da rechts auf dem Bild rumhängt. Ich wurde im April 1998 geboren und kam am 16.08. zu meinen Leuten.

Beim Züchter tat ich immer so, als ob ich vor dem großen Hund Angst hätte, aber in der Wohnung bei meinen Leuten gefiel es mir alleine gar nicht. Zwar standen diverse Katzenbücher in den Regalen und auch ein spezielles Buch über Perserkatzen, aber leider stand darin, dass wir viel schlafen würden und es uns gar nichts ausmacht, mehre Stunden am Tag alleine zu sein. Ich war aber nie alleine. Zwar spielte man mit Bällen mit mir, aber es machte doch viel mehr Spaß die Füße von meinen Leuten anzufallen, entweder wenn man über mich stieg, oder wenn jemand am Sessel vorbei ging. Auch viel ich den Letzten, der die Wohnung verließ, mit Krallen und Zähnen an, weil ich nicht alleine bleiben wollte. Dann machte ich auch noch ein ganz trauriges Gesicht, wenn man mich alleine ließ.

Kimba mit 9 Wochen

Endlich, am 20.02.1999 entschloss man sich mir einen Spielkameraden vom Züchter zu holen. Drei Stunden später, nachdem der Entschluss gefasst wurde, war ein kleines blaues Fellbündel in der Wohnung. Der war gerade 9 Wochen alt, wurde vom Züchter aber so früh abgegeben, weil die Wohnung vom Vermieter saniert wurde und dadurch die Babies so schnell wie möglich los werden wollte.

Aktuelles Bild von Kimba, wo er auf dem Kratzbaum liegt

Dieser Kater heißt Kimba und wurde im Dezember 1998 geboren. Mir persönlich wäre ja ein großer Hundewelpe zum Spielen viel lieber gewesen. Aber es machte doch viel mehr Spaß mit dem Kater zu spielen, als mit Bällen oder mit den Füßen und Händen meiner Leute. Wir sind heute die dicksten Freunde, schlafen nebeneinander und balgen uns täglich mindestens einmal, am liebsten wenn gerade gesaugt wurde, damit man doch sieht, dass hier Perserkatzen leben.

Kimba und Luzifer spielen auf dem Kratzbaum

Anfang Dezember 1999 wurden dann meine Leute zu dem Züchter eingeladen, wo sie Kimba gekauft hatten, weil sie den Wurf, der zu dem Zeitpunkt 6 Wochen alt war, ihnen zeigen wollten. Ein Kater namens Luzifer setzte sich bei meiner Mama auf den Schoß und miaute in den höchsten Tönen. Schnell hatte sie auch Papa überzeugt, dass wir diesen Kater „brauchen“. Die Züchterin meinte, dass sie noch nie einen so frechen Kater gehabt hätte und ihm deshalb den Namen Luzifer gegeben hätte.

Luzifer mit 9 Wochen

Kurz vor Silvester kam dann Luzifer, Perserkater Colourpount seal, mit ca. 9 Wochen zu uns. Meine Leute ließen sich auch nicht davon abhalten, obwohl er noch beim Züchter einen halben Meter hoch und dem jüngsten Sohn mitten ins Gesicht sprang und alle Katzen beim Züchter freuten sich sichtlich, als dieser Kater die Wohnung verließ. Wenn er spielen möchte, leuchten seine Augen rot. Daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen. Kimba mag ihn eigentlich gar nicht. Sein Schwanz ist sein Heiligtum und konnte das Luzifer nur schwer abgewöhnen, damit zu spielen. Weil Kimba so leicht zum Fauchen zu bringen ist, machte es Luzifer heute noch Spaß ihn zu ärgern.

Cooky und Luzifer liegen friedlich nebeneinander

Eigentlich fühlte sich Luzifer immer wie das fünfte Rad am Wagen. Kimba und ich waren gute Freunde, schmusten und spielten miteinander. Luzifer kommt zwar auch an und leckt mir mein Ohr, aber nach dreimal lecken wird in der Regel mein Ohr von ihm langgezogen. Wer mag das schon? Uns ist es bis heute nicht gelungen ihn zu erziehen.

Cooky und Luzifer liegen zusammen im Sessel

Luzifer machte eigentlich immer nur Unfug, weil er sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlte, und ärgerte auch unsere Leute. Papa bastelt gerne an Modellautos. So wurde das Pinselwasser, was schön dunkelblau war, umgegossen, so dass Luzifer abgespült werden musste und mit der Katastrophe eigentlich jedes Familienmitglied beschäftigt war. Auch war Luzifers Lieblingsbeschäftigung, die Füße von Mama unter der Zudecke anzufallen. Auch absolute Ignoranz konnte ihn davon nicht abhalten.

Dusty kurz nachdem wir ihn aus dem Tierheim geholt hatten

Als meine Leute im Sommer 2005 davon hörten, dass sehr viele Tiere im Tierheim in Falkenberg sitzen, fassten sie den Beschluss einen älteren Kater, der natürlich auch dominant und nicht schüchtern sein durfte, aufzunehmen. Nach vielen Besuchen rief dann Mama vormittags im Katzenhaus an, ob sie einen Spielkameraden für einen Kater namens Luzifer hätten. Sie sagten, dass gerade ein Kater, Main Coon Perser-Mix, rot-weiß, aus der Krankenstation gekommen wäre. Auf alle Viren wurde er negativ getestet und wäre gutmütig. Allerdings wurde er als Pflegefall auf Niere abgegeben und sein geschätztes Geburtsdatum war Juni 1997.

Dusty beim sonnen

Ich fragte mich, wohin man mit einem leeren Transportkäfig wollte, aber einige Zeit später kam man mit einem riesig großen Kater wieder. Dusty nannten sie ihn. Er verlor sehr viele Haare, hatte stumpfes Fell mit etlichen Fellknoten und war nur Haut und Knochen. Immerhin wog dieser riesige Kater nur 4 kg. Wir fauchten uns an, aber er war nicht in eine Ecke zu treiben.

Aktuelles Bild von Luzifer in der Badewanne

Kimba, wo meine Leute die größten Probleme vermuteten, gab ihm als erster von uns Köpfchen (was natürlich auch einige Tage dauerte) nur wusste Dusty damit nichts anzufangen. Ich versuchte mich groß zu machen, indem ich mich auf meine Krallenspitzen stellte, aber dieser Kater war trotzdem größer als ich und wollte ihm nicht meine oberste Rangordnung abtreten. Es dauerte mehrere Wochen, bis wir uns nicht mehr anfauchten, wenn wir aneinander vorbei gingen. Man merkte aber, dass er, zumindest beim letzten Besitzer, als Einzelkatze gehalten wurde. Anfangs beobachtete er nur, wie wir miteinander spielten. Nun fordert er uns aber auch zum Spielen auf. Auch kannte er keinen großen Kratzbaum mit Deckenspanner und staunte auch, dass wir Schlafplätze auf dem Wohnzimmerschrank haben.

Cooky auf unserem abgesicherten Fensterbrett

Wir wunderten uns, dass ihm die Ohrpuschel fehlen, die für einen Maine Coon typisch sind. Inzwischen sind sie aber nachgewachsen und mussten feststellen, dass die ihm von jemandem ausgerissen wurden. Nun wunderten sich auch unsere Leute nicht mehr, warum er sich anfangs nicht am Kopf streicheln ließ. Nachdem er bei uns ein halbes Jahr lebte, ließ er sich auch entspannt am Kopf kraulen. Mit sehr viel Zeit für Spielstunden wurde Dusty auch ausgeglichener.

Aber auch dieser große Kater hat Angst vor Luzifer und ordnet sich ihm unter. Das Wort „wegpusten“ hat mit Luzifer eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn es ist besser, wenn man von Luzifer angepustet wird, diesen Platz ihm zu überlassen. Nach dem Anpusten folgen Zähne und Krallen und man hat einige Löcher in der Haut.

Aber wir leben friedlich miteinander und völlig ohne Stress. Was ich doch fast ganz vergessen hätte, Dusty war bereits nach vier Wochen gesund, haart nur noch im normalen Rahmen und hat auch schön zugenommen.

Kater Eisbär liegt mit geschlossenen Augen auf dem BodenEnde November 2006 kam Mama plötzlich mit einem kleinen Kater von etwas über einem Jahr an. Auf Eisbär oder Bärchen hört er. Seine bisherige Halterin hatte ihn von ihrer Schwester geschenkt bekommen und beide kamen nicht miteinander aus, obwohl sie ihn mochte, aber mit den Eigenheiten der Rasse Perser (Exotic-Shorthair) überfordert war. Außerdem hatte er, bevor Mama ihn kennen lernte, sich  eine Virusinfektion zugezogen und viele Tierarztbesuche ohne Besserung hinter sich.

Eisbär in der SonneLeider hatte er in seinem bisherigen jungen Leben mehrere Besitzerwechsel hinter sich. Er sollte eigentlich Zuchtkater werden, aber das zerschlug sich, weil er durch eine Verletzung am Schwanzansatz zuchtuntauglich wurde. So kam er dann von einem Frauchen zum anderen und das leider nicht nur einmal. Da die Schwester selber Tiere hat, wollte und konnte sie Bärchen nicht aufnehmen und sollte eingeschläfert werden. Aber nicht nur deshalb, sondern auch, weil der Tierarzt keine Hoffnung auf Heilung in der Zukunft machte.

Eisbär putzt sich in der SonneDer Tierarzt meinte, dass er immer ein Problemkater bleiben wird, wegen seiner Darmprobleme. Jedenfalls brachte dieses kleine etwas unsere friedliche Ruhe völlig durcheinander. Wenn ich friedlich durch das Wohnzimmer spazierte, lauerte er irgendwo, um mich blitzschnell anzufallen oder zu erschrecken, so dass ich möglichst vermied den Fußboden zu betreten. Mein Papa sagte, ich lernte die 3. Dimension kennen. Luzifer, den wir noch nie Fauchen hörten, der seinem Namen eigentlich immer alle Ehre machte, fauchte, kniff den Schwanz ein und versteckte sich. Auch Dusty, der dreimal so groß war, flößte diesem kleinen Kerl überhaupt keinen Respekt ein. Auch er wurde grob attackiert.

Eisbär liegt im BettNur Kimba hatte vor Bärchen Ruhe, warum auch immer. Bärchen musste jedenfalls erst einmal lernen, mit uns vorsichtig umzugehen. Heute spielen wir alle gerne miteinander, er hat bloß noch nicht begriffen, dass ich hier das Sagen habe und nicht dieser kleine Wicht, doch er hat gar keine Angst vor mir, wenn ich meine Augen weit aufreiße und mein langes Fell aufstelle, aber er hat ja noch nicht einmal vor Luzifer und Dusty Angst. Aber wir lieben ihn alle und möchten ihn nicht mehr missen.