Isopathie

Bei chronischen Krankheiten, worunter auch die immer wiederkehrenden und therapieresistenten Krankheiten gehören, kann man durchaus mittels der isopathisch gewählten homöopathischen Mittel, nach Enderlein, gute Therapieerfolge erzielen.

In der Erforschung der Bakterien entwickelten sich zwei Denkrichtungen:Die einen beheupteten, Bakterien seien nicht imstande, ihr Erscheinungsbild zu verändern (Monomorphisten), die anderen behaupteten das Gegenteil: Unter bestimmten Bedingungen können sich Bakterien durchaus verändern und eine andere Erscheinungsform annehmen (Pleomorphisten).

Louis Pasteur (1822 bis 1895) war ein Vertreter der Monomorphisten. PASTEUR erklärte, Mikroben müssten in unveränderliche Arten und Gattungen eingeteilt werden. Jede Art erzeuge eine jeweils ganz spezifische, ihr und nur ihr allein gemäße Krankheit.

Begründer der systematischen Pleomorphie hingegen war der Franzose Antoine  BÉCHAMP (1816-1908).  Außerdem nahm der an, dassViren, Pilze und Bakterien unterschiedliche Entwicklungsformen von Krankheitserregern mit unzähligen Zwischenstufen seien. Béchamps Theorien und Konzepte werden heute wieder ernsthaft von den Anhänger ganzheitlicher Medizin und Naturheilverfahren diskutiert.

Enderlein rüttelte an dem zum Dogma erklärten Monomorphismus, der so schön in das Denkschema einer positivistischen Wissenschaftsauffassung passte – eine Wissenschaft, die noch heute meint, all ihre Untersuchungsergebnisse wägen und messen, objektivieren, qualifizieren und beliebig reproduzieren zu können.
Enderlein stellte bei seinen Forschungen fest, dass Bakterien und Viren in ihrem Überlebenskampf ich in die Lage versetzen, sich zu verändern. Enderlein entwickelte Präparate, bei denen die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Bei dieser Behandlung werden auch homöopathische Mittel eingesetzt, wobei man davon ausgeht, dass Gleiches mit Gleichem geheilt werden kann. In der klassischen Homöopathie werden ähnliche Mittel eingesetzt, ganz nach dem Grundsatz Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.