Warum hilft bei Hautjucken nicht ein Mittel und nicht eine Behandlung?

Bei dem Symptom Hautjucken handelt es sich in der Regel um ein psorisches Miasma.
Die PSORA ist die tiefste Schicht körperlicher Leiden. Über die Haut will uns der Körper nur zeigen, dass eine Funktionsstörung vorliegt. Nun fragt sich manch ein Tierhalter, warum es sich um eine so tiefgreifende Krankheit handeln soll, wenn doch die Blutwerte alle in Ordnung sind. Bevor im Blut aber z.B. festgestellt werden kann, dass mit den Nieren etwas nicht in Ordnung ist, müssen diese in der Regel bereits zu 70% geschädigt sein.

Bei einer psorischen Krankheit hat das Tier keine Lebensenergie von 100%, sondern liegt diese nach meinen Erfahrungen bei meinem 1. Besuch bei ca. 60%.
Nun wollen die Tierbesitzer, dass sie bei der ersten Mittelgabe gleich einen Erfolg sehen. Dann müssen diese Tierbesitzer leider zum TA oder zu einem anderen Tierheilpraktiker gehen, denn ich weigere mich mit homöopathischen Mitteln die Symptome zu unterdrücken.
Der Tierhalter stellt in der Regel nach meiner ersten Behandlung fest, dass die Symptome noch vorhanden sind. Ich stelle aber fest, dass die Vitalität/Lebensenergie zugenommen hat und damit hat sich die Lebensqualität des Tieres verbessert.

Meine Behandlung sieht also folgendermaßen aus:
Anhand der Symptome suche ich bei der 1. Sitzung unter den entsprechenden Rubriken der Repertorien “Synthesis” oder “Universale” das Mittel, welches in seiner Arzneimittelprüfung diese Symptome alle zum Vorschein brachte, also das sog. Konstitutionsmittel, denn dieses Mittel ist dann auch in der Lage diese ganzen Symptome zu heilen.
Die Wirkung dieses Konstitutionsmittels ist nun recht unterschiedlich, da es darauf ankommt, wie die Selbstheilungskräfte damit aktiviert werden können, was von der Konstitution des Tieres abhängt. Nach Cortison- und Arzneimittelgaben wirken homöopathische Mittel in der Regel schlechter bzw. auf das erste Mittel gar nicht, weil der Körper nicht daran gewöhnt ist auf feinstoffliche Reize zu reagieren.

Nun ist “Hautjucken” auch nur ein Symptom einer Ursache. Wenn die Ursache geheilt werden kann, wird sich auch das Hautjucken geben. So ist es vielleicht auch nachvollziehbar, wenn das erste Mittel nicht gleich nach einer Woche das Hautjucken beseitigt.

Wer also nun eine schnelle Hilfe sucht, weil ihm das ständige Jucken des Tieres Tag und Nacht, was nun schon mehrere Monate oder Jahre anhält, auf den Nerv geht, sollte meiner Meinung nach NICHT die Homöopathie wählen. In der Regel sieht ein Tierbesitzer auch nur das Hautjucken und nicht, dass sich das Tier allgemein nicht fühlt und dieser Zustand sich nach der Gabe homöopathischer Mittel bessert.
Bei der homöopathischen Behandlung ist also das Hautjucken nicht gleich weg, aber die Lebensqualität verbessert sich für das Tier, was sich darin zeigt, dass es wieder mehr Interesse an seiner Umwelt zeigt.

Wenn ich also bei der 1. Sitzung dem Tierbesitzer sage, dass bei Hautjucken ca. 6 Sitzungen nötig sind und natürlich auch unterschiedliche Mittel angewendet werden müssen, weil es sich eben nicht nur um eine oberflächliche Krankheit handelt, kann ich nicht verstehen, wenn mir nach der 3. Behandlung vorgeworfen wird, dass ich an dem Tier herumexperimentieren würde. Überhaupt zeigt der Körper über äußere Symptome, dass im Innern etwas nicht stimmt. Heilung hat also nichts mit der Unterdrückung der äüßeren Symptome zu tun. Nach Absetzen der Mittel bzw. nach dem Ende der Wirkungszeit der allopathischen Mittel kommen dann in der Regel diese Symptome wieder zum Vorschein.

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