Warum knabbert meine Katze an den Zimmerpflanzen?

28. Dezember 2009

Wenn eine Katze dies tut, sollte man ihr unbedingt eine geeignete Zimmerpflanze dafür zur Verfügung stellen, wie z.B. Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum), Katzengras (Zyperngras?!) oder Grünlilien (Chlorophytum). Also wir machten mit Zimmerbambus die besten Erfahrungen und obwohl die Pflanze “Bambus” genannt wird, ist sie ein Vertreter der Süzholzgewächse. Auf Weizengras stehen unsere Katzen gar nicht und von Zyperngras bekamen sie eine Magenschleimhautentzündung. Von Grünlilien wird mitunter abgeraten, weil diese Pflanzen besonders gut die Giftstoffe aus der Luft filtern und diese dann von der Katze aufgenommen werden.
Auf jeden Fall sollte der Katzenbesitzer darauf achten, dass sein Stubentiger nicht an Giftpflanzen knabbert. Es gibt sehr viele giftige Zimmerpflanzen, die dann an einem für das Haustier unerreichbaren Ort aufgestellt werden sollten. Leider musste ich feststellen, dass nicht jeder Pflanzenverkäufer seine Giftpflanzen im Laden kennt und dementsprechend auch den Katzenbesitzer nicht beraten kann. In dem Buch “Giftpflanzen - Pflanzengifte” aus dem Nikol-Verlag, ISBN 13: 978-3-933203-31-1, sind sehr viele Pflanzen enthalten, die es als Zimmerpflanzen zu kaufen gibt. Auch ich kenne nicht alle giftigen Zimmerpflanzen, in diesem beschriebenen Buch über Pflanzengifte sind immerhin über 500 Giftpflanzen beschrieben.

Aber nun zu der Frage, warum eine Katze viel Katzengras frisst und eine andere darauf gar keinen Wert legt. Es könnte sein, dass eine Katze speziellen Wert auf die Folsäure legt, die darin enthalten ist. Folsäure enthält die Vitamine aus dem B-Komplex und da sie nicht hitzebeständig ist, ist sie in der Regel nicht im Katzenfutter enthalten, es sei denn sie ist extra zugesetzt worden.
Wenn Ihre Katze auf “Grünfutter” steht, so könnte dies auch mit dem Säure-Basen-Haushalt zu tun haben. In einem sehr gut erklärten Buch über die Wirkungsweise der Schüßler-Salze “Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler - Grundlagen, Materia medica, Repertorium” (Autoren: Thomas Feichtinger/Elisabeth Mandl, Susana Niedan-Feichtinger) steht unter dem Punkt 12.5.10 “Belastung der Nieren” (S. 331) “… Der Harn eines gesunden Menschen ist schwach sauer, bei Vegetariern leicht alkalisch, weil durch Pflanzen Säuren weiter abgebaut werden…” Gerade unser einer Kater, der mit Harnsteinen zu tun hat, legt großen Wert auf Zimmerbambus. Leider ist dieser jährlich in der Weihnachtszeit sehr schlecht zu bekommen.
Es gibt sehr viele Schüßler-Salze und bei den Erweiterungsmitteln (bei der Fa. Pflüger z.B. bis zur Nr. 26) einige, die bei Übersäuerung des Körpers in Frage kommen, womit man auch seine Katze unterstützen kann, wenn der Säure-Basen-Haushalt nicht in Ordnung ist. Dies zeigt sich u.a. auch in einem “Aufstoßen” nach dem Fressen.

Anmerkung zur Wirkung homöopathisch aufbereiteter Arzneimittel

21. Dezember 2009