Homöopathische und schulmedizinische Behandlung gleichzeitig?

21. Januar 2007

Dies ist eine hÀufige Diskussion und meine Erfahrungen dazu.
Als ich mit Cooky Anfang Januar 2007 in die Tierklinik fuhr, hatte er noch eine Lebensenergie von 10 %. Er brauchte also dringend Infusionen. Der Befund lautete: Urinabsatzstörung aufgrund von Steinen.
Es ist unmöglich das richtige homöopathische Mittel zu finden, wenn das Tier völlig apathisch ist. Wenn ein Tier eine geringe Lebensenergie hat, können homöopathische Mittel auch nicht die SelbstheilungskrÀfte aktivieren.

Nach den Infusionen in der Tierklinik ging es ihm nach kurzer Zeit sichtlich besser. Er bekam in der Klinik zusÀtzlich ein Mittel, um den Kreislauf zu stabilisieren, und Antibiotika gespritzt.
Zu Hause bekam er von mir entsprechende homöopathische Mittel, als er dort wo er lag Blutlachen hinterliess. Nach einigen Stunden war in dem Urin nur noch etwas Blut und nach zwei Tagen hatte er keinen unkontrollierten Harnabgang mehr. Er bekam außerdem ein homöopathisches Mittel gespritzt (aus der antihomotoxischen Therapie), damit der Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht kommt. Harnsteine können verschiedene Ursachen haben, auch eine Stoffwechselstörung.

Bei einer Ultraschalluntersuchung, einige Tage spĂ€ter, wurde festgestellt, dass aufgrund der EntzĂŒndung die Blasenwand verstĂ€rkt ist und die Nieren vergrĂ¶ĂŸert sind. Schulmedizinisch bekam er weiter Antibiotika und ein Mittel, das die Harnblase entkrampft, so dass die Blasenentleerung fĂŒr ihn einfacher wurde, von der TierĂ€rztin gespritzt.
Die Harnmenge war zwar noch immer gering, aber nach dieser Behandlung erfolgte das Absetzen mittels eines Strahls und schmerzfrei.
Dadurch fehlten wichtige Symptome fĂŒr das Finden des richtigen (Ă€hnlichstem) homöopathischen Mittels, da diese aufgrund der Behandlung der Symptome nicht vorhanden waren. Beide Mittel sollte ich ihm weiter oral geben. Angeblich brauchte er zum Überleben unbedingt diese Medikamente.

Cooky nahm mir beide Mittel nicht ab. Bei dem Antibiotika fing er sofort an zu speicheln, ihm wurde also davon ĂŒbel. So setzte ich diese Mittel ab und wollte wissen, was passiert. Mit diesen Mitteln machte er ja einen recht gesunden Eindruck.

Nach kĂŒrzester Zeit wurde die abgesetzte Harnmenge wieder geringer und erfolgte auch nicht mehr in einem Strahl und war auch wieder schmerzhaft. Da er stĂ€ndig auf dem Katzenklo war und kleine Mengen absetzte, konnte davon ausgegangen werden, dass er einen stĂ€ndigen Harndrang verspĂŒrte. Von der TierĂ€rztin hatte er auch ein Schmerzmittel gespritzt bekommen.

Nun suchte ich ihm anhand dieser eintretenden Symptome das jeweilige richtige/Àhnlichste homöopathische Mittel, von dem er jeweils nur eine Gabe erhielt.
Nach einem Tag waren Verbesserungen zu spĂŒren, vor allem in seinem Wohlbefinden und setzte nicht mehr stĂ€ndig kleinere Harnmengen im Katzenklo ab. Am zweiten Tag vergrĂ¶ĂŸerte sich die Harnmenge, das Absetzen erfolgte schmerzfrei (es wurde kein homöopathisches Schmerzmittel verabreicht) und in einem Strahl. Das Fell fing an zu leuchten, zu glĂ€nzen und verknotete nicht mehr so leicht. Das war 10 Tage nach dem Besuch in der Tierklinik, obwohl zwischendurch keine homöopathischen Mittel eingesetzt wurden, sondern schulmedizinische.

Ich machte also folgende Erfahrung:
Schulmedizinisch werden die Symptome behandelt/unterdrĂŒckt, so dass es unmöglich ist das richtige homöopathische Mittel fĂŒr die Behandlung/Heilung zu finden. FĂŒr die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels mittels eines Repertoriums sind die Symptome wichtig und nicht die Befunde, weil in den meisten FĂ€llen zu viele Mittel fĂŒr die Behandlung der Befunde in Frage kommen wĂŒrden. Um das richte homöopathische Mittel fĂŒr eine Behandlung zu finden sind die Symptome notwendig.